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Texte Archilochos |
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Vox-Graeca-Gottingensis
Archilochos (74 Diehl - 122 West)
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Nichts bedümkt mich jetzt unmöglich, nichts verschwör' ich fernerhin |
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Oder acht' es als ein Wunder, seit der olympische Vater Zeus |
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Um die Mittagstunde plötzlich Nacht ergoß und Helios' |
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Strahlend Licht in Dunkel hüllte, daß die Welt ein Graus befiel. |
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Darum sei hinfort den Menschen alles glaublich und verhofft, |
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und es fass' euch kein Erstaunen, wenn ihr einst mit Augen seht, |
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Wie das Wild im Forst zur Weide vom Delphin das Meer ertauscht |
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Und der Woge dumpfes Brüllen besser seinem Sinn behagt |
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Als das Festland mit den Bergen, drauf es einst so froh geschwärmt. |
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Kein Ding ist unverhofft, und verschwören kann man nichts, |
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noch sich wundern, seit Zeus, der Vater der Olympier, |
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aus dem Mittag Nacht machte, da er das Licht verbarg |
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der strahlenden Sonne. Feuchte Angst kam da über die Menschen. |
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Seither ist alles glaubhaft und alles zu erwarten |
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den Menschen. Keiner von euch soll sich noch wundern, wenn er sieht, |
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wie das Bergwild mit Delphinen tauscht den Weideplatz |
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im Meer und ihm die tosenden Wogen der See |
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lieber sind als das Festland, diese wiederum den waldigen Bergen vorziehen. |
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