Anaxagoras

Anaxagoras

Anaxagoras, (* ca. 500 v. Chr. Klazomenai in Kleinasien + 428 v. Chr.)

Er war wahrscheinlich der erste Philosoph, der in Athen lebte.

Zu welcher Zeit er in Athen lebte, ist umstritten.

Vermutlich lebte er zwischen ca. 480 v. Chr. bis 430 v. Chr. in Athen.

Er war Freund und Mentor des Perikles.

Auch auf Euripides und Sokrates wirkte er.

Von Kleon wurde er als alter Mann wegen Gottlosigkeit angeklagt. Wahrscheinschlich wurde er angeklagt wegen seiner Sympathie für Persien.

Denkbar wäre auch, daß Kleon die Anklage gegen Anaxagoras nicht wegen dessen Lehren erhoben hat, sondern weill er Perikles damit treffen wollte.

Deshalb zog er sich nach Lampsakos (in der Troas) zurück und gründete dort eine Schule. Er war dort ein hochgeachteter Mann.

Er hat wohl nur ein Werk verfaßt unter dem Titel Peri physeos (Über die Natur). Aus diesem Werk sind nur einige Zitate überliefert.

Wie die ionischen Naturphilosophen – seine Vorgänger – suchte er nach einer Erklärung für die Welt und ihre Entstehung.

Er lehrt, daß aus einem verschiedenartig modifizierten Urstoff durch Mischung und Trennung die Dinge entstanden seien. Es steht die Vorstellung dahinter: Ein Wirbel schleudere das Leichte nach außen, während das Schwere sich innen zusammenballe (vgl. Zentrifuge).

Dieser Vorgang ist nach seiner Überzeugung nicht rein mechanisch oder zufällig, sondern es stehe ein behherrschender Geist “Nous” dahinter, daß die Weltschöpfung sinnvoll verläuft.

Quelle: Peter Rehfeld 2001