Chairephon

Chairephon

Chairephon. Von Athen, aus dem Demos Sphettos, Freund und Bewunderer des > Sokrates.

Er ging 404 während der Herrschaft der Dreißig in die Verbannung und kehrte 403 zurück.

Beim Prozeß des Sokrates war er nicht mehr am Leben.

Chairephon befragte das Orakel zu Delphi, wer der Weisete sei,

so Plat. apol. 21A und Xen. apol. 14.

Antike Kontroverse hierüber wird sichtbar bei Plut. adv. Col. 17; 116e f. Athen. 5, 218e und im Sch. zu Aristoph. Nub. 144, dort auch der Wortlaut.

Chairephon war von untadligem Ruf; darum weisen beide Apologien auf ihn hin, um zu beweisen, daß der Umgang mit Sokrates nicht den Charakter verderbe.

Weitere Zeugnisse: Xen. mem. 1, 2, 48. 2, 3 Plat. Charm. 153B; Gorg. 477B-D. 458C; Aristophan. Nub.104. 501; Vesp. 1408-1413; Av. 1296. 1564. 1570.

H. D.
Quelle: Der Kleine Pauly, hg. Konrad Ziegler und Walther Sontheimer, München (dtv) 1979, s.v. Chairephon