Narkissos

Narkissos

Narkissos, der schöne Sohn des Flußgottes Kephissos, verschmähte die Liebe der Bergnymphe > Echo

und wurde deshalb von der beleidigten Liebesgöttin durch unstillbare Selbstliebe bestraft;

als er sich zum Trinken über eine Quelle bückte, verliebte er sich in sein eigenes Bild und verzehrte sich vor Gram, weil ihm der Gegenstand seiner Sehnsucht ewig unerreichbar blieb.

Die nach ihm genannte weiße Blume gilt als Sinnbild kalter, herzloser Schönheit.

Nach ihm benannte Siegmund Freud den Narzismuß.

J. von Luney, Narcissus, Amsterdam 1955

S. Freud (ges. Werke 10), 31963

L. Vinge, The N.-Theme in Western Europe Literature, Lund 1967

Quelle: Wörterbuch der Antike, Stuttgart 1976

(Kröners Taschenausgabe: Band 96) Achte, verbesserte und ergänzte Auflage